Aktuelles und Veranstaltungen

Aktuell

Starke Auswirkung auf EU-Landwirtschaft erwartet

6. September 2019

Die Europäische Umweltagentur (EUA) erwartet erhebliche Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft in den einzelnen Mitgliedstaaten, wobei sie von einer stark sinkenden Produktivität im Süden und höheren Erträgen vor allem im Norden einschließlich Norddeutschland ausgeht.

Extreme Wetter- und Klimaereignisse wie Dürren und Frost würden die Pflanzenproduktion sowie die Handelsmuster und die Einkommensverteilung in der europäischen Landwirtschaft verändern, heißt es in einem heute von der EUA in Kopenhagen veröffentlichten Bericht.
Demnach muss man sich in Italien, Griechenland, Portugal, Südfrankreich und Spanien auf eine stark sinkende Rentabilität der Landwirtschaft einstellen. Davon besonders stark betroffen sei Südspanien. Es sei zu befürchten, dass dort der Wert von Ackerflächen bis zum Jahr 2100 gegenüber dem Vergleichszeitraum 1971 bis 1990 um mehr als 80 % abnehmen werde, prognostiziert die EUA. In Italien und Griechenland sei mit Wertminderungen zwischen 40 % und 80 % zu rechnen.
Vom Klimawandel profitieren werden dagegen laut den Analysen der Behörde die Länder im Norden und Nordwesten der EU sowie im Alpenraum. Längere Vegetationsperioden und eine frostfreie Periode könnten den Anbau neuer Kulturen und Sorten wie Körnermais und Winterweizen in einigen Gebieten Nordeuropas ermöglichen. Zudem könnte die Erderwärmung in den kälteren Regionen höhere Weizenerträge nach sich ziehen.


AgE