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Paratuberkulose: Neue Infovideos für Landwirte und Tierärzte

7. Juni 2019

Das Niedersächsische Paratuberkuloseverminderungs-Programm läuft schon seit Oktober 2016. Die niedersächsische Paratuberkuloseverordnung gilt seit Ende 2017. Mittlerweile ist jeder Milchviehhalter in Niedersachsen mit dem Programm mehr oder weniger in Berührung gekommen.

 

Betriebe setzen sich mit der Problematik professionell auseinander. Vielfach steigen Betriebe freiwillig in die weitergehenden Maßnahmen der Niedersächsischen Tierseuchenkasse (NdsTSK) ein, um die Biosicherheit in den Beständen zu optimieren. Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft e.V. (LVN) und die NdsTSK haben zusammen mit weiteren Partnern, u. a. der Tierärztekammer Niedersachsen e.V. und dem Bundesverband praktizierender Tierärzte e.V., bereits im Vorfeld der Umsetzung und programmbegleitend Angebote entwickelt, die sich sowohl an rinderbetreuende Hoftierärzte als auch an Landwirte richten. Neben Informationsmaterialien wurden zahlreiche Workshops koordiniert und finanziert. Alle Maßnahmen dienen dazu, die Ausbreitung des für die Paratuberkulose verantwortlichen Erregers zu vermindern bzw. im Idealfall zu verhindern. Hierzu ist es aus fachlicher Sicht erforderlich, dauerhaft das Thema Biosicherheit, insbesondere im Hinblick auf die Haltungshygiene bei Kälbern und Jungtieren, im Blick zu behalten.

Aktuell wurden zu diesem Zweck zwei neue Informationsvideos zum Thema Paratuberkulose bei Rindern bereitgestellt.

Ein Film richtet sich an Landwirte und nimmt besonders darauf Bezug, in welcher Weise ein Milcherzeuger die Betriebshygiene insbesondere im Hinblick auf die Paratuberkulose verbessern kann. Der zweite Film ist in erster Linie für Tierärzte interessant. In diesem Video geht es darum, wie Hoftierärzte Rinderhalter bei der Umsetzung von Biosicherheitsmaßnahmen unterstützen können. Da sich betroffene Betriebe längerfristig mit dem Thema Paratuberkulose beschäftigen müssen, kommt der Art und Weise der Kommunikation zwischen Tierarzt und Landwirt eine besondere Bedeutung zu. Genau diese Problematik wird in diesem Video besonders berücksichtigt.
Beide Filme sind Übersetzungen kanadischer Lehrfilme, die im Rahmen eines Verbundprojekts durch die University of Guelph entwickelt wurden. Der Film mit der Zielgruppe „Tierhalter" wird mit Genehmigung der Thüringer und Bayrischen Tierseuchenkassen sowie den beteiligten Österreichischen und Südtiroler Interessenvertretern gezeigt. Für die Zielrichtung „Hoftierärzte" wurde aktuell die Übersetzung des zweiten Films von der LVN mitunterstützt. Als weiterer Partner für die inhaltliche Anpassung und die Übersetzung ins Deutsche ist die NdsTSK zu nennen.
Die Filme sind ergänzende Bausteine im Niedersächsischen Paratuberkuloseverminderungs-Programm – wir hoffen damit einen weiteren Beitrag zur Aufklärung leisten zu können.

LVN