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Umweltministerium und Verband kommunaler Unternehmen unterzeichnen Weidecharta von PRO WEIDELAND

10. Mai 2019

In Niedersachsen, wo das Programm 2017 gestartet ist, ist das Umweltministerium der zweite große politische Förderer von PRO WEIDELAND.

Für Umweltminister Olaf Lies ist die Zeichnung der Charta ein konsequenter Schritt: „Die Grünlandregionen Niedersachsens sind im Laufe einer seit Jahrhunderten bewährten, naturnahen Bewirtschaftung durch Weidehaltung entstanden. Wir wollen diese Kulturlandschaft mit ihren unterschiedlichen Funktionen für die Vielfalt der beheimateten Pflanzen und Tiere, für den Tourismus und als Wirtschaftsstandort erhalten. Hier sind wir unseren kommenden Generationen verpflichtet. Wir müssen daher Rahmenbedingungen schaffen, die - ungeachtet der heutigen Produktionsanforderungen an die Landwirtschaft - das naturnahe Grünland erhalten und seine Funktion für die Artenvielfalt und als Speicher von Treibhausgasen langfristig sichern. Die Weidelandcharta hat das Ziel, dass Milchkühe weiter draußen grasen – sie ist daher ein gutes Beispiel, wie die Pflege des Grünlands gemeinsam gelingen kann."

Das Niedersächsische Umweltministerium reiht sich damit in eine Liste von PRO WEIDELAND Partnern aus der Politik ein, zu denen die Landwirtschaftsministerien der Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sowie der Senator für Umwelt, Bau und Verkehr der Stadt Bremen zählen. Neben politischen Vertretern gehören der PRO WEIDELAND Akteursgemeinschaft, die längst über Niedersachsen hinausgewachsen ist, außerdem Institutionen aus Tier- und Umweltschutz sowie Wissenschaft und Landwirtschaft an. Allein in den vergangenen sechs Monaten haben vier weitere Förderer, u. a. die Molkereiunternehmen FrieslandCampina und Arla, die Charta gezeichnet.

Einen weiteren Förderer der Weidehaltung erhält die Charta am heutigen Tag mit dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU). Karsten Specht, stellvertretender Vorsitzender der VKU-Landesgruppe Niedersachsen/Bremen und Geschäftsführer des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV) hat die Zeichnung vorgenommen. „Grün- und Weideland ist der Freund des Wasserschützers", betonte Karsten Specht. So sei Dauergrünland hilfreich, um Nitrate „festzuhalten", damit diese nicht in das tiefere Grundwasser gelangen, aus dem die Trinkwasserversorgung sichergestellt wird. „Die Zusammenarbeit mit dem Grünlandzentrum ist ein Paradebeispiel für wirksamen und erfolgreichen Grundwasserschutz", so Specht.

Grünlandzentrum Niedersachsen