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Aktuell

Aktuelles zur Blauzungenkrankheit

10. Mai 2019

Die bisherigen Verbringungsregelungen gelten noch bis zum 17.05.2019.
Bis zum 17.5.2019 ist das innerstaatliche Verbringen ungeimpfter Zucht und Nutztiere mit PCR-Untersuchung und Repellent-Behandlung noch möglich, danach nicht mehr!!!
Die bestehenden Tierhaltererklärungen sind bis dahin weiter zu verwenden.

Zukünftige Veränderungen bei den Verbringungsoptionen ab 18.05.2019:
Empfängliche Tiere dürfen aus Sperrzonen nur in freie Gebiete innerhalb Deutschlands verbracht werden, wenn sie nachweislich über einen Impfschutz gegen das zurzeit relevante BT-Virus (BTV-8) verfügen. In Abhängigkeit vom Abstand zur Grundimmunisierung ist vor dem Verbringen ggf. zusätzlich eine negative Untersuchung auf BTV erforderlich. Oder die Tiere verfügen über Antikörper gegen das Virus der Blauzungenkrankheit (BTV-8). Diese Bedingungen ergeben sich aus Artikel 8 in Verbindung mit Anhang III der Verordnung (EG) Nr. 1266/2007. Derzeit kommen hier Nr. 5 und 6.


Für das innerstaatliche Verbringen von ungeimpften Schlachttieren ändert sich nichts.
Schlachttiere ohne gültigen Impfschutz können weiterhin aus der Restriktionszone in freie Gebiete ausschließlich zum Schlachten verbracht werden. Der Tierhalter muss in diesem Fall eine Bestätigung des Freiseins von Anzeichen der Blauzungenkrankheit (Tierhaltererklärung) ausstellen, die auf dem Transport mitzuführen ist und dem amtlichen Tierarzt am Schlachthof zu übergeben ist.


Das innerstaatliche Verbringen von nichtimpffähigen Kälbern aus der Restriktionszone ist unter Einhaltung folgender Bedingungen möglich.
Es kommen zwei Optionen in Betracht:

  • Das Kalb muss von einem Muttertier stammen, das vor Belegung gegen den epidemiologisch relevanten BTV-Stamm geimpft worden ist. Es muss die Gabe von Kolostrum des Muttertieres erfolgt sein.
  • Im Falle einer Grundimmunisierung des Muttertieres während der Trächtigkeit muss die Gabe von Kolostrum des Muttertieres erfolgt sein. Das Kalb muss bis maximal 14 Tage vor dem innerstaatlichen Transport mit negativem Ergebnis auf den epidemiologisch relevanten BTV-Stamm untersucht worden sein.

Die hierfür vorgesehenen Tierhaltererklärungen für Kälber werden von den Ländern zurzeit abgestimmt.
Die neuen Regelungen werden derzeit überarbeitet und sind zeitnah auf der Seite
https://tierseucheninfo.niedersachsen.de abrufbar.

Abfrage Impfbereitschaft
Aufgrund der sich aus Tierhaltersicht verschärfenden Anforderungen, die sich an eine Verbringung von Nutztieren knüpfen, kommt der Impfung eine immer höhere Bedeutung zu.
Zum Verbringen von Zucht- und Nutztieren aus Restriktionsgebieten ist ab dem 18.05.2019 fast ausschließlich der Handel in freie Gebiete möglich, wenn eine vollständige Grundimmunisierung vorliegt.

Die Impfabdeckung gegen die Blauzungenkrankheit liegt in Niedersachsen lt. Auskunft des ML bei unter 1%. Bisher ist in Niedersachsen die Blauzungenkrankheit noch nicht festgestellt. Gesetzt den Fall eines Ausbruchs, würde bei der derzeitigen Impfabdeckung der Handel mit Nutztieren in freie Gebiete vorerst kaum möglich sein.
Lt. Informationen einiger Kreisveterinärämter liegen durchaus bei einigen Tierarztpraxen Impfstoffe vor, die bisher aber nicht abgerufen werden.

Das Landvolk Niedersachsen würde gerne in Erfahrung bringen, weshalb die Impfung in Niedersachsen bisher nur sehr selten durchgeführt wird. Für Rückmeldungen hierzu können Sie gerne telefonisch unter 0511/3670427 oder per Mail unter frank.feuerriegel@landvolk.org mit dem Landvolk Kontakt aufnehmen.
Die Hersteller der Impfstoffe produzieren nur dann, wenn von den Tierarztpraxen auch Bedarf angemeldet wird. Sofern keine Bestellungen aufgegeben werden, wird nur unzureichend Impfstoff vorliegen.

Landvolk Niedersachsen/Feurerriegel