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Die Ration ans Klima anpassen

11. Juli 2019

Das Klima wandelt sich und damit auch das verfügbare Futter in der Zukunft. Hitzeperioden ändern die Bedürfnisse der Milchkühe.

Wenn auch über die Ursachen der Klimaveränderung unterschiedliche Auffassungen bestehen, die Anzeichen, dass sich das Klima ändert, sind deutlich. Daraus lässt sich schließen, dass künftig nicht mehr das Datum im Kalender über die Arbeitsschritte auf dem Feld entscheidet, sondern immer häufiger die aktuelle Situation vor Ort.

Wenn man Milch auch unter veränderten Klimabedingungen auf hohem Niveau halten will, gilt es, das Futterangebot entsprechend zu ändern:
• Mit der Fütterung Stickstoff- und Phosphorüberschüsse vermeiden.
• Rationen an die hohen Außentemperaturen anpassen.
• Den Anbau von Futtermittelarten so erweitern, dass dabei vor allem verschiedene trockenverträgliche Gräserarten, Klee, Kleegras, Luzerne und vielfältige Zweit- und Zwischenfrüchte als Grobfutter zum Einsatz kommen können.
• Nebenprodukte wie Zuckerrübenschnitzel, Biertreber, Getreideschlempen, Obst- und Traubentrester in die Rationen aufnehmen.
• Futterstroh auch in aufbereiteter Form, als wichtiges Grobfutter nutzen.

Futterreserven bilden
Um Ertragsausfälle und -schwankungen auszugleichen, gilt es Grobfutterreserven zu bilden. Dabei sollte man eine Reserve in Höhe von mindestens 15 Prozent des Bedarfs anlegen. Sowohl die Höhe der Reserve, als auch die Form hängen vom Standort ab. In der Regel ist Maissilage eine günstige Reservefrucht.

Bei hohen Außentemperaturen die Fütterung umstellen
Abhängig von der relativen Luftfeuchtigkeit beginnt der Hitzestress für Kühe schon bei Temperaturen um 23°C. Folgende Grundregeln gilt es in diesen Fällen einzuhalten:
• Kontinuierlich ausreichendes Tränkwasser in guter Qualität gewährleisten.
• Tiere sind mit ausreichend strukturwirksamen Faserstoffen zu versorgen.
• Die Futterzeiten entsprechend anpassen. Dabei empfiehlt es sich, ein Drittel der gesamten Futtermenge bis um 6 Uhr morgens und den Rest ab 16 Uhr zu füttern.
• Grünfutter, Silagen und Mischrationen nicht zwischenlagern.
• Restfutter sorgfältig beseitigen.


agrarheute