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Neue EU-Verordnung: Das ändert sich im Tierarzneimittelgesetz ab 2022

12. April 2019

Der Einsatz von Homöopathika wird verschreibungspflichtig. Das bedeutet weitreichende Konsequenzen für Tierhalter und Homöopathen.

Eine neue Tierarzneimittelverordnung tritt Ende Januar 2022 in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union in Kraft. Das Ziel der Verordnung ist der Schutz von lebensmittelliefernden Tieren und letzten Endes auch der Verbraucher, wie der Bundesverband Patienten für Homöopathie e.V. auf seiner Homepage mitteilt.
In Zukunft sollen alle hier verwendeten Arzneien, auch Homöopathika, verschreibungspflichtig sein. Diese können dann nur noch von Tierärzten eingesetzt werden. Tierhalter und Tierheilpraktiker wäre der Einsatz deshalb verboten. Bei nicht lebensmittelliefernden Tieren wie Hunde und Katzen soll die Anwendung von Homöopathika verschreibungsfrei bleiben.

Tierheilpraktiker wollen Ausnahmeregelung erreichen
Die Kooperation deutscher Tierheilpraktiker Verbände und ihre Einzelverbände sind derzeit dabei, Kontakte zu Landwirtschaftsministerien einzelner Bundesländer aufzunehmen, um für eine Ausnahmeregelung zu werben. Jedoch seien Versuche, Gespräche mit dem federführenden Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zu führen, bisher erfolglos, wie der Bundesverband Patienten für Homöopathie e.V. weiter mitteilt.

Homöopathie in der Milchviehhaltung
Der Einsatz von homöopathischen Mitteln in der Milchviehhaltung reicht von akuten Krankheitszuständen über chronische Erkrankungen, Verhaltensstörungen, Stärkung des Immunsystems bis hin zu Vorbeugemaßnahmen. Gerade bei Fruchtbarkeitsstörungen oder Mastitis werden sie gerne als Alternative oder unterstützend angewendet. Mit richtig angewandter Homöopathie soll sich der Einsatz von Antibiotika in der Milchviehhaltung reduzieren lassen.

agrarheute