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Niedersachsens Landwirte halten im Schnitt 92 Milchkühe

18. Januar 2019

Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) erhielt vom Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) die Zahlen der letzten Erhebung* der Milchkühe und deren Halter aus November 2018.

Im Durchschnitt leben auf Niedersachsens Milchviehbetrieben 92 Milchkühe. Die Anzahl der Milchkühe ist seit der Erhebung* im November 2017 um 16.026 (-1,9 %) auf 849.192 Tiere zurückgegangen, die Zahl der Haltungen/Betriebe ging um 401 (-4,2 %) zurück auf 9.228. Damit hat sich auch in 2018 der langjährige Trend beim Rückgang der Milchviehhaltungen weiter fortgesetzt.

Die dargestellten Diagramme repräsentieren die Zahlen der Novembererhebung* 2018. Im überwiegenden Teil der niedersächsischen Milchviehhaltungen leben 50 bis 199 Tiere; rd. 2/3 aller Tiere werden von 5.220 Milcherzeugern betreut.

 

Entwicklungstendenzen
Die Haltungen mit mehr als 500 Milchkühen nehmen mit zwei Betrieben geringfügig zu auf 69 Betriebe (0,7 %). Mit 5,6 % oder 47.666 Tieren liegt dabei der Durchschnitt von Tieren pro Haltung bei 691.

 

Kleinere Strukturen als von Vielen erwartet
Die forsa-Studie der LVN mit der Aufgabe „Schätzen Sie die Größe eines durchschnittlichen Milchviehbetriebes/einer Haltung in Deutschland" zeigte im Januar 2016 folgende Ergebnisse auf: 53% der Befragten schätzten einen durchschnittlichen Milchviehbetrieb auf bis zu 100 Kühe; 45 % schätzten die Betriebe sogar deutlich größer ein. Fazit: Die milchwirtschaftlichen Betriebe halten geringere Kuhzahlen als viele Verbraucher gemeinhin vermuten.

 

Grundsätzlich liegt die Milchviehhaltung in Niedersachsen fast ausschließlich in der Hand von Familien, die ihre Betriebe mehrheitlich seit vielen Generationen führen. Größere Haltungen ermöglichen es häufig, dass mehrere Nachkommen/Geschwister einer Generation mit ihren Familien von den Betrieben leben und diese weiterentwickeln können.
Vielfach stellen diese Betriebe auch weitere Beschäftigte ein und sorgen damit für Ausbildung und Beschäftigung im ländlichen Raum. Zugleich profitieren die Betriebsleiterfamilien vielfach von ihren Mitarbeitern, so dass Freiräume für den in der Landwirtschaft immer noch nicht selbstverständlichen Urlaub geschaffen werden können.

* Es findet keine „echte" Zählung der Milchviehbetriebe und der Milchkühe statt, vielmehr wird seit geraumer Zeit die HIT-Datenbank für diese Auswertungen herangezogen. D.h,. es werden die „seuchenrechtlichen Einheiten" samt Tieren gezählt. Eine Unterscheidung zwischen Milchvieh- und Ammenkuhhaltung ist daher nicht mehr möglich und es ist davon auszugehen, dass die Mutterkühe in der Anzahl der Milchkühe enthalten sind.

LVN/Gebhardt