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MV des Landvolkes Niedersachsen: Bauern vermissen weiter Antworten auf Zukunftsfragen

7. Dezember 2018

Ein klares Bekenntnis zur europäischen Idee hat Landvolkpräsident Albert Schulte to Brinke auf der Mitgliederversammlung des Landvolkes Niedersachsen abgegeben. „Wir Deutschen verdanken Europa 70 Jahre Frieden und wirtschaftlichen Aufschwung", sagte er und fügte an: „Die Gemeinsame Agrarpolitik ist ein Eckpfeiler der europäischen Integration."

Der Landvolkpräsident erinnerte vor knapp 300 Delegierten und Gästen aus Politik, Behörden und Institutionen auf der Mitgliederversammlung des Verbandes in Hannover zugleich daran, dass die Gemeinsame Agrarpolitik als wichtigstes Ziel die Sicherung der landwirtschaftlichen Einkommen nenne. Und hier sieht er noch deutlichen Nachholbedarf. „Wenn es den bäuerlichen Familien gut geht, profitieren auch Handwerk, kleine Unternehmen und Dienstleistungsbetriebe auf dem Land", schilderte Schulte to Brinke. Gemeinsam verliehen diese den ländlichen Regionen Vitalität, machten sie attraktiv. Deutlich warnte er daher vor zu hohen Auflagen im Natur- und Umweltschutz und einer Verschiebung von EU-Geldern von den Direktzahlungen in die sogenannte 2. Säule. Dort müssten die Landwirte in „Vorleistung" treten, erheblichen Aufwand zur Erfüllung höherer Standards betreiben und „am Ende haben wir Bauern keinen Cent mehr auf dem Konto", gab Schulte to Brinke zu bedenken.
Die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) verwöhnte die Gäste vor Ort mit zahlreichen Milchmixgetränken und Cocktails. Dabei kam das LVN-Team mit den Gästen in den Dialog und präsentierte das eigene Infomaterial sowie die Lehrmaterialien und Kinderbücher.

LPD/LVN