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Anstieg der Erzeugerpreise schwächer als im Vorjahr

2. November 2018

Im September haben die Erzeugerpreise für Milch in Deutschland weiter zugelegt. Motor für den Anstieg war nach wie vor die überdurchschnittliche Verwertung der Molkereien bei fetthaltigen Produkten, wenngleich zwischenzeitlich die Preise für Butter deutlich zurückgegangen sind.

Die weitere Entwicklung hängt, neben dem Verlauf der Nachfrage, vorrangig vom Milchaufkommen ab. Die dämpfenden Auswirkungen der sommerlichen Hitze und Trockenheit scheinen sich jedoch weniger stark niederzuschlagen als ursprünglich erwartet.
Die deutschen Molkereien haben im September ihre Auszahlungsleistungen weiter angehoben. Im Bundesmittel erhielten die Erzeuger nach Schätzung der AMI 34,6 Ct/kg für ihren konventionell erzeugten Rohstoff mit standardisierten Inhaltsstoffen. Das waren knapp 0,6 Ct mehr als einen Monat zuvor. Damit hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise, der im Juni eingesetzt hatte, fortgesetzt. Da die Erlösmöglichkeiten der Molkereien an den Produktmärkten wie auch im Absatz an den Lebensmitteleinzelhandel teils deutlich unter denen des Vorjahres lagen, fielen die Preisanhebungen auch geringer aus als 2017. Im Zuge dessen nahm der Rückstand zum Vorjahr im September auf 3,9 Ct zu. Im Bundesgebiet Ost legte der Auszahlungspreis mit einem Plus von durchschnittlich gut 0,8 Ct stärker zu als im Bundesgebiert West, wo das August-Niveau lediglich um rund 0,5 Ct übertroffen wurde.
Die Milcherzeuger in Niedersachsen erhielten im September knapp 0,7 Ct mehr für den angedienten Rohstoff. Für die Milcherzeuger zwischen Weser und Elbe bedeutet dies ein Absacken auf Platz sechs. In Nordrhein-Westfalen betrug der Aufschlag gegenüber dem Vormonat 0,4 Ct und in der Region Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland knapp 0,2 Ct. Der Südwesten verliert damit weiter den Anschluss, da die Frische auf Grund ihrer langen Kontraktlaufzeiten mit ihrer Verwertung den übrigen Produkten bislang nicht folgen konnte. Mit durchschnittlich 33,1 Ct/kg reicht es nach wie vor nur für den hintersten Platz.

AMI