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Erzeugerpreise beflügeln die Milchanlieferung

1. Dezember 2017

Stabiler Verlauf der Milchanlieferung deutlich über dem Vorjahresniveau. Starker Preisrückgang bei Industrierahm durch zusätzliches Angebot aus Osteuropa. Magermilchkonzentrat zu leicht schwächeren Preisen gehandelt. Spotmilchpreise leicht erholt.

In der ersten Novemberhälfte ist die Milchanlieferung in Deutschland weiter recht stabil verlaufen. Dabei war, wie sonst üblich, kein klassisches Milchtal zu erkennen. Vielmehr gestaltete sich die Anlieferungskurve seit Oktober plateauartig. In der 46. Kalenderwoche wurden den Molkereien laut Berechnungen der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) deutschlandweit 0,1 % weniger Milch angedient als in der Vorwoche. Dabei wurde das Vorjahresniveau um 4,1 % übertroffen, wodurch sich das aktuelle Milchaufkommen sehr nah an den Mengen von 2015 bewegte. Sofern die Auszahlungsleistung der Molkereien, die im November auf schätzungsweise rund 39 Ct/kg gestiegen ist, das Milchaufkommen zeitnah weiter beflügelt, könnte das Anlieferungstief auf Wochenbasis in diesem Jahr bereits im Oktober erreicht worden sein.
Rohstoffbedarf geht zurück, Preise auch
Die Preisentwicklungen an den Rohstoffmärkten waren in der zweiten Novemberhälfte im Wesentlichen von einer ausreichenden Warenverfügbarkeit gekennzeichnet. Üblicherweise nimmt gegen Ende November molkereiseitig der Bedarf an Sahne und Konzentrat für die Vorproduktion der Feiertagsware zu. Diese Entwicklung wurde im laufenden Jahr jedoch angebotsseitig von der deutlich gestiegenen Milchanlieferung überlagert. Dadurch fiel das Angebot gut ausreichend aus, wodurch die Preise für Konzentrate nachgaben. Industrierahm tendierte zuletzt im Zuge des zusätzlichen Angebotes aus Osteuropa, deutlich schwächer, während sich Magermilchkonzentrat preislich lediglich leicht schwächer entwickelte.
Die Preise für Rohmilch am Spotmarkt zogen nach der vorherigen Schwäche in der 47. Kalenderwoche wieder leicht an. Im Bundesmittel wurde ein Preis von 32,5 Ct/kg erzielt, das waren 0,4 Ct mehr als in der Vorwoche.

AMI/LVN