Aktuelles und Veranstaltungen

Aktuell

Anteil hochqualifizierter Jobs auf dem Land höher als in der Stadt

11. August 2017

Der Anteil der Beschäftigten in wissensintensiven Industrien ist auf dem Land höher als in der Stadt. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Regierungsbilanz der ländlichen Entwicklungspolitik hervor.

Danach waren im Jahr 2014 in den sehr ländlichen Regionen 8,6 Prozent der Erwerbstätigen in diesem Bereich tätig; in den nach der Systematik des Thünen-Instituts als „eher ländlich" eingestuften Regionen waren es sogar 9,1 Prozent. Demgegenüber betrug dieser Anteil in den städtischen Gebieten lediglich rund 8 Prozent.
Die Bundesregierung verweist zugleich auf erhebliche regionale Unterschiede. Während beispielsweise Brandenburg und Thüringen den höchsten Anteil an Beschäftigten in wissensintensiven Industrien in den sehr ländlichen Räumen verzeichnen, liegt in Niedersachsen dieser Anteil in den Städten höher als in ländlichen Gebieten. Die meisten Beschäftigten in wissensintensiven Betrieben auf dem Land weist Baden-Württemberg auf. Dort lag der Anteil dieser hochqualifiziert Beschäftigen im Jahr 2014 in den sehr ländlichen Kreisen bei 18,5 Prozent und in den eher ländlichen Regionen bei 16 Prozent.
Weiter verringert hat sich der Anteil der Landwirtschaft an der Zahl der Erwerbstätigen, die in den letzten Jahren insgesamt deutlich gestiegen ist. Laut Bundesregierung waren 2014 in Mecklenburg-Vorpommern 3,2 Prozent der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei tätig. Dahinter folgen Niedersachsen und Brandenburg mit jeweils 2,8 Prozent und Schleswig-Holstein mit 2,6 Prozent. Bundesweit waren 2014 noch 1,5 Prozent der Erwerbstätigen im Agrarsektor beschäftigt.

AgE