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Anstieg der Butterpreise setzt sich fort

11. August 2017

Die knappe Verfügbarkeit von Milchfett sorgt weiter für steigende Butternotierungen. Erneut setzte die Notierung für lose Butter die amtliche Spanne herauf, und zwar im Vorwochenvergleich um 10 Cent beziehungsweise 20 Cent auf 6,40 Euro/kg bis 6,70 Euro/kg. Die Notierung lag damit im Schnitt 3,15 Euro/kg über dem vergleichbaren Vorjahresniveau.

Für die weiterverarbeitende Industrie drückt der Anstieg erneut auf die Rentabilität. Schon vor Wochen war laut über pflanzliche Substitute nachgedacht worden. Viele der Patisserien können eigenen Angaben zufolge den Preisanstieg nicht an ihre Kunden weitergeben. Unterdessen wachsen auch am Weltmarkt die Sorgen vor einer zunehmenden Butterknappheit; hier ist teilweise bereits von einer „Butterkrise" die Rede.
Die Kurse der Butterfutures an der European Energy Exchange (EEX) bewegten sich im Verlauf dieser Woche in etwa auf dem Niveau am Kassamarkt. Im Vergleich mit den europäischen Nachbarländern führt Deutschland nach wie vor die Liste der Länder mit den höchsten Butterpreisen an. Ende Juli lagen der EU-Durchschnitt bei 5,83 Euro/kg und das Niveau in Deutschland bei 6,37 Euro/kg.
Auch die Notierung für geformte Butter [250 Gramm-Stück] wurde am 9. August leicht nach oben gesetzt. Nach einem Zuschlag von 4 Cent am unteren Spannenende lauteten die Preisgrenzen für das Kilogramm 6,10 Euro und 6,26 Euro. Die Nachfrage im Einzelhandel hat sich nach der Preiserhöhung wieder normalisiert und entspricht den Erwartungen in der aktuellen Ferienzeit in vielen Bundesländern.

AgE/LVN