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Diskussion über Schwalben im Kuhstall

11. August 2017

In den aktuellen Diskussionen um brütende Rauchschwalben in Milchviehställen meldet sich der Geschäftsführer des Milchprüfrings Bayern e.V., Dr. Christian Baumgartner, jetzt noch einmal zu Wort. In einer Pressemitteilung stellt er klar: „Mitarbeiter des Prüfrings führen Audits für die Qualitätssicherung auf den Höfen durch.

Sie sollen bei der fachlichen Bewertung der Gegebenheiten vor Ort ab sofort Folgendes beachten: Schwalben im Stall stellen grundsätzlich kein Problem dar, wenn kein (milch)hygienisches Risiko von ihnen ausgeht. Befinden sich Schwalbennester unmittelbar über dem Futtertisch, kann das Futter durch den Kot der Vögel verschmutzen. Als Gegenmaßnahme sollte der Landwirt dafür sorgen, dass diese Verschmutzung vermieden wird, beispielsweise durch Anbringung eines sogenannten Kotbrettes unterhalb des Nestes.
In der Milchkammer muss prinzipiell ein wirksamer Ungezieferschutz sichergestellt sein, sodass Schwalben nicht einfliegen können. Ist dies aktuell nicht der Fall, so ist spätestens nach Abflug der Schwalben im Herbst ein Ungezieferschutz anzubringen. Sollte sich bereits ein Schwalbennest in der Milchkammer befinden, so ist mit der zuständigen Behörde die weitere Vorgehensweise abzuklären.
Grundsätzlich ist zu beachten, dass das Entfernen von leeren Schwalbennestern eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Beim Entfernen von Nestern mit Eiern oder Jungvögeln ist von einer Straftat auszugehen.

Topagrar/Patrick Liste