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Ausgewogene Ernährung positiv für Gesundheit und Lebenserwartung

17. Februar 2017

Eine aktuelle Datenanalyse bestätigte kürzlich, dass Ernährungsmuster, die sich an den derzeitigen Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientieren, mit einer geringeren Sterblichkeitsrate assoziiert werden.

   Beispielhafte Lebensmittelauswahl nach DGE

Bildquelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Dieses Ergebnis stützt sich auf ein Studienkollektiv von 960 französischen Männern in einem Durchschnittsalter von 55,5 Jahren. Der Lebensmittelverzehr wurde mittels eines 3-Tageprotokolls erfasst. Darüber hinaus beantworteten die Studienteilnehmer einen ausführlichen Fragebogen zu folgenden Parametern: Alter, sozioökonomischer Status, Medikamenteneinnahme, kardiovaskuläre Risikofaktoren, chronische Krankheiten sowie Rauchen, Alkoholkonsum und körperliche Aktivität.
Rund 15 Jahre später wurde der Gesundheitszustand erneut überprüft und, falls zutreffend, der Todeszeitpunkt der Teilnehmer ermittelt. 150 Personen waren in der Zwischenzeit verstorben, häufigste Ursachen waren Krebs (50 %) und Kardiovaskuläre Erkrankungen (31,3 %).
Eines der Ergebnisse: Ältere Personen, die keine weiterführende Schule besucht hatten, sowie Personen mit Parametern wie Adipositas oder chronischen Krankheiten hatten ein höheres Sterberisiko.
Zudem ergab sich folgender Zusammenhang: Ein geringeres Sterberisiko wurde erreicht, je besser Ernährungsempfehlungen eingehalten wurden.
Hinsichtlich der Lebensmittelauswahl entdeckte man, dass ein hoher Verzehr an Milch, Obst und Gemüse sowie ein moderater Verzehr von Hüttenkäse und Joghurt, anderen Käsesorten und Brot mit einem niedrigeren Sterberisiko assoziiert werden kann. Bei der Interpretation des "hohen Milchkonsums" ist zu beachten, dass dieser in Frankreich bei maximal ein bis zwei Gläsern Milch pro Tag liegt, in Skandinavien entspricht diese Menge einer geringen Zufuhr.

Insgesamt weisen die vorliegenden Ergebnisse darauf hin, dass das Sterblichkeitsrisiko bei Verzehr von Lebensmitteln, die auch von der DGE empfohlen werden (vgl. dazu Tabelle), bei französischen Männern mittleren Alters, sinkt. Eine ausgewogene Ernährung mit moderaten Mengen verschiedener Lebensmittel scheint sich also positiv auf die Gesundheit und Lebenserwartung auszuwirken.


LVN/Kraack