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EU: 2016 mehr Milchprodukte exportiert – allerdings weniger Milchpulver

17. Februar 2017

Die EU hat ihre Exporte von Milchprodukten 2016 leicht steigern können. Umgerechnet in Milchäquivalente ergibt sich ohne die Berücksichtigung von Kasein eine leichte Zunahme um rund 0,1 Mio. t. In den einzelnen Produktgruppen waren allerdings uneinheitliche Entwicklungen festzustellen.

Während die Ausfuhren von Käse und flüssiger Milch neue Rekorde erreichten, mussten bei Milchpulver und Kondensmilch Einbußen hingenommen werden.

An Käse wurden 800.000 t exportiert und damit mehr als je zuvor, obwohl nach Russland, den traditionell größten Absatzmarkt, seit August 2014 kaum noch Lieferungen möglich sind. Die größten Abnehmer waren 2016 die USA, befolgt von Japan und der Schweiz. In Japan konnten die größten Steigerungen von mehr als 10.000 t im Vergleich zum Vorjahr generiert werden. Die Butterexporte stiegen auf 218.000 t und waren damit die höchsten seit 2007. Die Ausfuhren von flüssigen Milchprodukten nach Drittländern übertrafen erstmals die Marke von
1 Mio. t und erreichten damit ebenfalls einen neuen Rekord. Die Exporte von Magermilchpulver lagen mit 574.000 t zwar weiterhin deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Sie schrumpften aber im Vergleich zum Vorjahr um 118.000 t, was zur Entstehung der hohen Interventionsbestände mit beigetragen hat. Bei Vollmilchpulver war ein moderater Rückgang der Lieferungen auf den Weltmarkt um 20.000 t festzustellen. Gesunken sind auch die Ausfuhren von Kondensmilch. Weiter zugelegt haben hingegen die Exporte von Molkenpulver, die sich auf 553.000 t beliefen.
Die Importe an Milchprodukten aus Drittländern belaufen sich auf 1 % des Marktvolumens in der EU. Mengen-mäßig betrachtet sind die Einfuhren von Käse am umfangreichsten. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 10.000 t auf 71.0000 t an. Hauptlieferant ist die Schweiz. Die Lieferungen aus Neuseeland haben sich auf 12.400 t mehr als verdoppelt. Die Buttereinfuhren sind hingegen auf 23.000 t und damit einen historischen Tiefstwert gesunken. An Kasein wurden im Vergleich zu den Vorjahren stabile Mengen eingeführt.

ZMB